EU: Handygespräche bis zu 70 Prozent billiger!

29. Juni 2008 von n1

Die EU-Kommissarin Viviane Reding stellte am Wochenende in Brüssel konkrete Vorschläge vor um die Handygespräche stark zu senken. Sie selbst ist der Meinung, dass es mit ihren Ideen möglich ist, die Preise bis zu 70% zu senken.

Wenn Sie als Nutzer mit ihrem Handy in ein fremdes Handynetz telefonieren, entstehen Zusatzkosten, welche als Terminierungsentgelte bezeichnet werden. Diese Kostenaufschläge werden in der Regel von nationalen Wettbewerbshütern beobachtet und reguliert. In der Bundesrepublik übernimmt diese Aufgabe die Bundesnetzagentur.

Große nationale Unterschiede

Die EU-Kommission klagt darüber, dass diese Gebühren in den Mitgliedsstaaten zu stark variieren. Diese Spanne verläuft von nur 2 Cent pro Minute (in Zypern) bis 18 Cent pro Minute (in Bulgarien). Desweiteren beschwert sich die EU über die neunmal höheren Kosten als im Festnetz.

Reduzierung würde EU-Binnenmarkt fördern

Reding beklagt, dass es durch diese großen Unterschiede nicht möglich sei, ein Wettbewerb zu Gunsten der Verbraucher zu führen. Es könne sich kein EU-Binnenmarkt entwickeln, da die Nutzer diese stark variierenden Preise bezahlen müssen. Reding erwartet durch die neuen Reformen, welche eine einheitliche Vorgehensweisen vorschreiben sollen, eine 70 Prozentige Senkung der Preise gegenüber heute!

Das Ziel ist eine verminderte Wettbewerbsverzerrung

Die Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes unterstützt ebenfalls dieses Vorhaben. Kostenorientierte Terminierungsentgelte würden dazu führen, dass der Verbraucher am Wettbewerb der Mobilfunkbetreiber profitieren würde. Dadurch würden des weiteren niedrigere Endkosten auftreten Außerdem wird auch ein Großteil der Telekommunikationbranche daraus profitieren, da auf Grund dessen die Wettbewerbsverzerrungen zwischen Festnetz- und Mobilfunkbetreibern wegfallen würden.

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Geschrieben in Neues in der Handywelt

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